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In den laufenden Lohntarifverhandlungen für die Maler- / Lackierer- und Korrosionsschutzbranche hat die Gewerkschaft IG BAU am 8 August nach der dritten Verhandlungsrunde das Scheitern der Verhandlungen erklärt und angekündigt, die Schlichtung anzurufen.

Die Verhandlungsführer Dietmar Schäfers (IG BAU) und Markus Heineke (Arbeitgeber) vereinbarten, gemeinsam einen Termin für die erste Runde der Schlichtungsverhandlungen zu finden. (Voraussichtlich Ende August / Anfang September)


Die dritte Verhandlungsrunde fand in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre statt. Dennoch war zuletzt keine wesentliche Annäherung erkennbar. Die Arbeitgeberseite hatte spürbare Lohnzuwächse, die deutlich über einen Inflationsausgleich hinaus, angeboten. Die Gewerkschaft dagegen war von ihrer Maximalforderung (Lohnplus von 6 Prozent) nur geringfügig abgegangen.


Hintergrund der Gewerkschaftsforderungen sind unrealistische Annahmen, die wirtschaftliche Situation der Branche betreffend. Die Bedingungen in der Bauwirtschaft, die vor einigen Wochen mit 5,7 % mehr Lohn plus hoher Einmalzahlungen abgeschlossen hatte, sind nicht übertragbar. Viele Betriebe kämpfen mit einem erheblichen Wettbewerbsdruck.


Ein großer Teil des Umsatzwachstums der vergangenen Monate ist zudem den steigenden Materialpreisen zuzuschreiben.


Vor diesem Hintergrund sind die Verteilungsspielräume wesentlich geringer, als es die Konjunkturdaten vordergründig erscheinen lassen.

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