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Branchen-Mindestlöhne steigen zum 1. Mai 2020

Zum 1. Mai 2020 erhöht sich der untere Branchen-Mindestlohn für die Maler- und Korrosionsschutzbranche.
Der sogenannte Mindestlohn 1 steigt von 10,85 € auf 11,10 €. Er gilt für „ungelernte Arbeitnehmer“, die mit einfachen Hilfstätigkeiten beschäftigt werden.

Zugleich erhöht sich der Mindestlohn 2 (für Gesellen bzw. Arbeitnehmer, die einschlägige Facharbeiten ausführen) auf 13,50 €. Damit wird erstmals ein bundesweit einheitliches Mindestlohnniveau realisiert. Eine Mindestlohndifferenzierung in den alten und neuen Bundesländern gehört dann der Vergangenheit an.


Die Branchen-Mindestlöhne wurden bereits im April 2017 langfristig für den Zeitraum Mai 2017 bis 2021 vom Bundesminister für Arbeit und Soziales durch eine Rechtsverordnung festgelegt (BAnz AT 28.04.2017 V1).
Die Mindestlöhne  2017-2021 sind als Lohnuntergrenze allgemeinverbindlich nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG). Sie gelten für alle Arbeitgeber der Branche, unabhängig davon, ob eine Tarifbindung vorliegt oder nicht. Ebenso sind sie verbindlich für Leih- und Zeitarbeitnehmer, die von Malerbetrieben entliehen werden, sowie für ausländische Arbeitgeber, die für Malerarbeiten Arbeitnehmer nach Deutschland entsenden.

Der höhere Mindestlohn 2 gilt wie bisher nicht nur für Gesellen mit Gesellenbrief, sondern auch für Arbeitnehmer ohne Gesellenbrief, die einschlägige Facharbeiten ausführen (und keine einfachen Hilfsarbeiten) - für die einschlägigen Facharbeiten existiert eine Liste mit entsprechenden Tätigkeitsbeispielen als Anhang zur Rechtsverordnung



 

 

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