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Lückenschluss in 75 Metern Höhe




In 75 Metern Höhe haben Arbeiter auf der Lanxess-Arena den letzten Teil des Gerüsts eingefügt, das in den vergangenen Wochen von beiden Enden des Bogens aufeinander zugewachsen ist.

Köln - Der Vergleich mit einem U-Boot, den Bauleiter Wolfgang Gerlach heranzieht, ist gar nicht so abwegig. Ein schmaler Schacht, spärlich beleuchtet, ringsherum nackter Stahl. Nichts für Menschen mit Platzangst. Der Unterschied: Im U-Boot geht?s nicht bergauf, so wie im Inneren des stählernen Bogens, der sich über die Lanxess-Arena spannt. Oben angekommen öffnet Gerlach eine Luke und blickt in die Gesichter entspannter Gerüstbauer.

Die haben gerade in 75 Metern Höhe den ?Lückenschluss? vollzogen, haben den letzten Teil des Gerüsts eingefügt, das in den vergangenen Wochen vom beiden Enden des Bogens aufeinander zugewachsen ist. ?Eine Punktlandung?, freut sich Josef Teupe, Geschäftsführer der Gerüstbaufirma Teupe & Söhne. Seine Männer haben den gesamten rund 260 Meter langen Bogen eingerüstet, in ein bis zwei Wochen soll zudem die gesamte Konstruktion mit PVC-Tuch luftdicht eingehüllt sein. Und das alles sind nur die Vorarbeiten. Denn das Gerüst, das laut Gerlach allein oberhalb des Arena-Dachs mehr als 160 Tonnen wiegt, soll es den Mitarbeitern der Firma Tiefenbach ermöglichen, den Korrosionsschutz an dem Bogen zu erneuern.

Vor allem entlang der Kanten und Schweißnähte sind an der 1997 aufgebrachten Schutzbeschichtung Schäden aufgetreten, erläuterte Gerlach. Jetzt wird zunächst die alte Beschichtung mit Sandstrahl entfernt, dann in mehreren Schichten der neue Schutz aufgetragen. Damit die Arbeiter durch den feinen Staub, der beim Abstrahlen der alten Korrosionsschicht entsteht, keine gesundheitlichen Schäden davontragen, sind sie nach den Worten des Bauleiters mit Spezialanzügen und Helmen ?ähnlich wie Taucherhelmen? ausgerüstet. Darüber werden sie mit Frischluft versorgt, gleichzeitig werde die verstaubte Luft permanent abgesaugt.

 

Voraussichtlich Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die mehr als eine Million Euro kosten werden ? zwei Drittel der Summe verschlingt allein der Gerüstbau. Die Arbeiten am Arenabogen haben nach den Worten von Stefan Löcher, Geschäftsführer der Arena Management GmbH, keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb. ?Die anstehenden Produktionen wie der Bundesvision Song Contest, Red Hot Chili Peppers oder Britney Spears können wie geplant stattfinden?, so Löcher. Die Dachlasten für diese Produktionen seien zuvor statisch geprüft und freigegeben worden.

(Quelle: kasta.de)

 


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