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IG Bau beharrt auf Lohnforderungen von 7,2 % - Arbeitgeber sehen keine Basis für Verhandlungen

Zum Auftakt der Tarifverhandlungen für das Maler-Lackiererhandwerk am 24. April 2009 gab es zwischen dem Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und der IG Bauen – Agrar – Umwelt keine Annäherung. Angesichts der hohen Forderung der IG Bau zur Steigerung der Löhne um 7,2 % und einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Mindestlöhne sieht die Arbeitgeberseite keine Grundlage zur Führung von Verhandlungen.

Wenig Substanz konnte die IG Bau zur Begründung ihrer hohen Lohnforderungen in die Verhandlungen einbringen. Verwiesen wird auf die Konjunkturpakete der Bundesregierung, die in der Branche „einen Boom“ ausgelöst haben sollen. Trotz der bestehenden Wirtschaftskrise erklärten die IG Bau Vertreter „das Ende der maßvollen Tarifpolitik der letzten Jahre“.

Die Fakten sind anders: In den ersten vier Monaten des Jahres mussten die Betriebe des Maler-Lackiererhandwerks Rückgänge von über 6 % im Umsatz gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.

Die Korrosionsschutzbranche geht für das Jahr 2009 von einem Umsatzrückgang von 15 – 20 % aus. Dies ergab eine kurze Konjunkturumfrage am Rande der BVK-Fachtagung im März. Dort wo die Betriebe für die Industrie in der Unterhaltung und Sanierung von Anlagen und Gebäuden tätig sind, sowie insgesamt im Wirtschaftsbau wurden Aufträge gänzlich ein- oder zurückgestellt. Notwendige Unterhaltungsmaßnahmen werden zeitlich gestreckt.

Auch aus den Konjunkturpaketen der Bundesregierung ist bisher wenig bei den Betrieben zu spüren.

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